Anzeige | Wieso kann man momentan noch nicht alle Kappen der PET-Flaschen recyclen? Und was bedeuten die sieben verschiedenen Recycling-Codes? Diese und noch mehr Fragen hat uns ecover am 10. Oktober in Berlin bei dem ecover Rubbish Café und dem anschließenden Trend Summit beantwortet. Die Antworten und noch weitere spannende Informationen haben wir für Euch zusammengefasst.

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Ökologische Reinigungsmittel von ecover

Bevor wir Euch von dem Event erzählen, möchten wir noch einmal kurz das Unternehmen ecover vorstellen. ecover hat eine große Bandbreite von ökologischen Reinigungsmitteln für die Wäsche oder den Haushalt. Das Ziel ist es keine schädlichen Rückstände im Wasserkreislauf zurückzulassen, weshalb sie auf biologisch abbaubare und erneuerbare Inhaltsstoffe setzen.

Ziele bis 2020

Schluss mit Einweg-Plastik – diese Meinung vertritt auch ecover. 2018 haben sie den Schritt gewagt den Flaschenkörper des Hand-Spülmittels aus 100% recyceltem Polyethylenterephthalat (PET) herzustellen. Das Recyclingmaterial stammt von entsorgten Plastikflaschen, die vorher mit Limonade oder Wasser gefüllt waren. Ein weiteres Ziel für 2018 ist, recyceltes Polypropylen für die Kappen einzusetzen. Das Material für die Kappen ist momentan zwar technisch recycelbar, aber es existiert noch kein flächendeckendes Recyclingsystem. Bis 2020 will ecover auf den Einsatz von neuem Kunststoff komplett verzichten. Ihr Ziel ist es, alle Flaschen aus 100% recyceltem Plastik herzustellen.

Plastik und unsere Zukunft: ecover Reinigungsmittel
©Timo Roth für sisterMAG

Rubbish Café

Das Rubbish Café fand vom 10. – 14.10.2018 in Berlin in dem Café Hermann Eicke statt. Die Besucher hatten in diesem Zeitraum die Möglichkeit ein Stück Plastik gegen ein Heißgetränk einzutauschen. Der Sinn dahinter war, mehr über den Recycling-Prozess von Plastik und über den neuen, zu 100% recycelten Flaschenkörper von ecover zu erfahren.

Spannend und informativ waren die Recycling Codes von Plastik. Denn Plastik ist nicht gleich Plastik. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Recycling-Codes. Auf den Verpackungen sind diese Codes schnell erkennbar. Die Zahlen findet man in dem Recycling Symbol, welches als Dreieck dargestellt wird. Wir listen einmal auf, hinter welchen Codes sich welche Produkte befinden:

  • 1 / PET (Polyethylenterephthalat): Wasser- oder Softdrink-Flaschen
  • 2 / HDPE (High-Density Polyethylen): Einkaufstaschen, Saft- oder Milchflaschen, Shampoo- oder Kosmetikpackungen
  • 3 / PVC (Polyvinylchlorid): Fensterrahmen, Rohre, Auslegware
  • 4 / LDPE (Low-Density Polyethylen): Frischhaltefolie, Müllbeutel, Eimer
  • 5 / PP (Polypropylen): Deckel von den Flaschen aus Code 1, Verpackungen, Joghurtbecher, Strohhalme, Quarkbecher, Plastikbecher
  • 6 / PS (Polystyrol): CD-Hülle, Spielzeug, Blumentöpfe
  • 7 / Others: Nummer 7 erhalten Produkte aus bspw. PC (Polycarbonat), PA (Polyamid) etc.
ecover verwendet für seine Produkte PET (Code 1), HDPE (Code 2) und PP (Code 5). Die neue Verpackung des Hand-Spülmittels besteht zu 100% aus recyceltem PET.

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ecover Event: Paneldiskussion mit Janine Steeger
©Timo Roth für sisterMAG

Trend Summit

Das anschließende ecover Trend Summit wurde in dem Büro von sisterMAG veranstaltet. Janine Steeger moderierte die Panel-Diskussion mit Sebastian Bayer (dm), Norbert Voll (der grüne Punkt), Tom Domen (ecover) und Nora Sophie Griefahn (Cradle to Cradle e.V.).

Spannend war die Information von Nora Sophie Griefahn, dass es besser wäre, recyceltes Plastik in seinem Ursprungsmaterial zu erhalten. Aus alten PET-Flaschen sollten daher besser wieder neue PET-Flaschen entstehen. Damit ist der Kreislauf geschlossen. Momentan geht aber – insbesondere in der fairen Mode – der Trend dahin, dass recyceltes PET zu einer Faser verarbeitet wird. Problem bei diesem Prozess ist, dass diese Faser nicht mehr in ihren Ursprung umgewandelt werden kann. Das Kleidungsstück sollte daher in diesem Fall bis zum Ende getragen werden.

Um noch mehr Verpackungsmaterial einzusparen, hat ecover ein Pilotprojekt mit dm gestartet. In Österreich können Konsumenten ihr Spülmittel von ecover abfüllen. Problem bei solchen Abfüllstationen ist allerdings momentan, dass ein einwandfreier Umgang von den Konsumenten erwartet werden muss, damit wiederrum ein einwandfreier hygienischer Zustand gewährleistet werden kann. Erst dann können sich Abfüllstationen in Supermärkten oder Drogeriemärkten etablieren.

Wir bedanken uns bei ecover für diesen spannenden und informativen Tag und sind gespannt, ob sie ihr Ziel, alle Flaschen bis 2020 aus recyceltem Plastik herzustellen, erreichen.

Weitere Blogbeiträge zu dem Event findet ihr bei Nicetohave Mag oder Annelina Waller.