5 Jahre nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch fordern auch wir die Modeindustrie heraus mehr Transparenz bei ihrer Produktionskette zu schaffen. Gemeinsam mit vielen anderen grünen Bloggern und Influencern möchten wir Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema schaffen und den Druck auf Modelabels erhöhen, weil immer noch unwürdige Arbeitsbedingungen für günstige Mode herrschen. #letschangethatfashiongame

Rana Plaza
© Fashion Revolution

Über Fashion Revolution

Am 24.04.2013 stürzte die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ein. 1135 Menschen starben, weitere 2500 Menschen wurden verletzt. Der Grund des Einsturzes war grobe Fahrlässigkeit. In der Fabrik produzierten Marken wie H&M, Primark, KIK oder Hugo Boss ihre Kleidung unter unwürdigen Arbeitsbedingungen. Die globale Kampagne Fashion Revolution fordert mit der Frage “Who made my clothes?” zur Auseinandersetzung der Herkunft unserer Kleidung auf. Die Fashion Revolution Week dient dazu, dass Bewusstsein von Modekonsument*innen für transparente Produktionsketten und faire Arbeitsbedingungen zu steigern sowie konventionelle Marken für einen fairen und ressourcenschonenden Produktionsprozess zu sensibilisieren.

Beschwere dich wütend, laut, fordernd für die, deren Stimme nicht gehört wird. Denn dort auf der anderen Seite der Welt sitzt eine Frau, die aufsteht und gehört werden möchte. – Fashion Changers

Die Fashion Changers haben für die diesjährige Fashion Revolution Week ein Videobeitrag veröffentlicht, der beim Ansehen für eine Gänsehaut sorgt.

Tipps, wie du die Modeindustrie herausfordern kannst

Nach diesen schockierenden Fakten, kommen nun hilfreiche Tipps, wie auch du die Modeindustrie herausfordern kannst. Gemeinsam sind wir stärker. Lasst uns was ändern! #togetherwearestronger

Kauf faire Mode

Weg mit dem Klischee, dass faire Mode aussieht wie ein Kartoffelsack. Faire Modemarken wie Jan ‘n June, Armedangels, Myrka Studios und noch viele weitere können schon lange vom Stil her mit den Textilriesen mithalten. Der Preis ist natürlich was anderes. Doch wenn wir wirklich nur das kaufen, was wir wirklich brauchen, dann ist faire Mode absolut bezahlbar. Und überhaupt: Ist faire Mode vielleicht gar nicht teuer, sondern konventionelle Mode nicht einfach zu günstig?  Wie kann ein T-Shirt 2 Euro kosten? Hier wird ganz klar auf Kosten anderer gelebt. Sei kritisch, hinterfrag bevor zu kaufst. Justine hat einen unglaublich tollen und ausführlichen Fair Fashion Guide veröffentlicht, bei dem ihr auf jeden Fall fündig werdet!

Vielleicht ist faire Mode gar nicht teuer, sondern konventionelle Mode einfach zu günstig? 

Julia von Nicetohave Mag verrät Euch im Rahmen der Fashion Revolution Week, wo ihr beispielsweise in Hannover ethischer einkaufen gehen könnt.

Kauf Second Hand

Du liebst es trotzdem unglaublich gerne shoppen zu gehen oder kannst dir aus anderen Gründen nicht immer faire Kleidung neu kaufen? Dann entscheide dich für die günstigere Variante und kaufe Second Hand. Bei Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt findet ihr ebenfalls faire Kleidung, die in einem guten Zustand sind. Nicht nur Euer Geldbeutel freut sich, es werden dazu auch noch wertvolle Ressourcen gespart.

Fashion Revolution Week
© Fashion Revolution

Unterschreib Petitionen

Kein Geld auf dem Konto? Macht nichts. Die Petition von Julia, der Gründerin von Folkdays, braucht nur deine Unterschrift für ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten. In Frankreich wurde das Gesetz schon eingeführt und verpflichtet Unternehmen mit angemessenen Maßnahmen Menschenrechts- und Umweltrisiken zu identifizieren und diesen vorzubeugen. Sollten diese Pflichten verletzt werden, können hohe Bußgelder bis zu dreißig Millionen Euro geahndet werden.